
Veränderung gehört zum Leben.
Jetzt im Herbst zeigt sich das besonders deutlich. Die Blätter färben sich, fallen – und hinterlassen karge Äste. Jahr für Jahr wiederholt sich dieser Prozess, und doch sehen wir ihn jedes Mal neu.
Ist das Vergehen des Herbstlaubs ein Ende – oder der erste Schritt in einen Neubeginn?
Manchmal fühlt sich Veränderung nach Verlust an. Etwas geht – bevor Neues entstehen kann. Doch was wäre, wenn dieser Moment des Loslassens kein endgültiges Ende wäre, sondern der entscheidende Durchgang in eine neue Phase?
Ich denke dabei oft an den U-Prozess: An das Nadelöhr, durch das wir hindurchmüssen, wenn wir wirklich etwas verändern wollen. Den Moment, in dem das Alte nicht mehr trägt – aber das Neue noch nicht sichtbar ist. Genau hier liegt die größte Herausforderung. Und genau hier liegt auch die größte Kraft.
Denn genau hier werden wir auch mit unserer tiefsten Intention konfrontiert. Mit unserem Purpose, Lebenssinn, Ikigai – oder wie immer wir es nennen möchten.
Wer bin ich, wenn alles wegfällt, woran ich mich bislang festgehalten habe?
Was bleibt übrig – was ist wirklich wesentlich?
Und was darf aus diesem Kern heraus neu entstehen?
Denn erst wenn die Bäume ihr Laub abgeworfen haben, können sie sich bereit machen für den nächsten Frühling.Welche Veränderung in deinem Leben fühlt sich gerade wie Herbst an?
Was darf gehen, damit etwas Neues entstehen kann?
Und wo stehst du vielleicht gerade in deinem eigenen U-Prozess – kurz vor dem Nadelöhr oder schon auf dem Weg hindurch?
