
Vergeben beginnt bei dir selbst.
Wenn wir über Vergebung sprechen, denken viele zuerst daran, anderen Menschen zu vergeben. Doch wie oft denkst du daran, dir selbst zu verzeihen?
Ich habe in meinem Leben viele Fehler gemacht. Es gab Entscheidungen, die ich im Rückblick anders getroffen hätte, und Momente, in denen ich an mir gezweifelt habe. Doch ich habe gelernt, mir zu verzeihen – nicht, weil alles perfekt war, sondern weil ich mich selbst besser kennen und verstehen gelernt habe.
Sich selbst zu vergeben bedeutet nicht, Fehler zu ignorieren. Es bedeutet, liebevoll auf sich selbst zu schauen und anzuerkennen, dass man damals ein anderer Mensch war – mit anderem Wissen, anderen Möglichkeiten und einer anderen Perspektive. Es bedeutet, den Weg zu ehren, den man gegangen ist, auch wenn er nicht immer geradeaus verlief.
Falls du gerade überlegst, ob du jemand anderem vergeben möchtest, dann versuche, diese Person zu verstehen. Beziehe die Umstände ein, die vielleicht im Hintergrund gewirkt haben. Und frage dich nicht nur nach dem „Warum“ – sondern auch, wofür es gut ist, wenn du verzeihst.
Folgende Fragen haben mir geholfen, und ich möchte sie heute mit dir teilen:
Hast du damals schon alles gewusst und verstanden, was du heute weißt und verstehst?
Würdest du die Situation auch so beurteilen, wenn dein bester Freund oder deine beste Freundin dir davon erzählen würde?
Was brauchst du, um vergeben zu können?
Was ändert sich, wenn du verzeihst?
Vergeben ist kein einfacher Schritt, aber es ist ein wichtiger. Es gibt dir die Freiheit, mit deinem Leben und mit dir selbst in Frieden zu sein – und manchmal auch mit anderen.
