
Früher habe ich viele Fotos gemacht.
Fast von jedem Moment, der mir besonders erschien.
Ich wollte ihn bewahren. Erinnern. Nicht verlieren.
Und dann – irgendwann – habe ich gemerkt, dass ich nicht mehr so oft zur Kamera greife.
Und dass das gut ist.
Denn was ich wirklich erlebe, bleibt viel lebendiger in mir als jedes Bild.
Ein Sonnenuntergang, den ich in Ruhe anschaue.
Ein Lächeln, das ich wirklich spüre.
Ein Moment der Stille, in dem ich ganz da bin.
Früher hatte ich oft das Gefühl, ich müsste den Moment retten.
Heute weiß ich: Er ist schon da.
Und er bleibt – wenn ich ihn einfach zulasse.
Fotos mache ich fast nur noch, wenn ich etwas mit anderen teilen möchte.
Für mich selbst genügt es oft, einfach da zu sein.
Weil sich das, was ich wirklich erlebe, von selbst erinnert.
Vielleicht liegt genau darin die Schönheit des Augenblicks:
Dass er nicht gehalten werden muss, um uns zu berühren.
